Nie wieder Segelohren – Ohren anlegen lassen

Unser gesamter Gesichtsausdruck wird von den Augen, der Nase, dem Mund und auch von den Ohren bestimmt. Deshalb leiden sehr viele Menschen unter ihren abstehenden Ohren. Diese leichte Fehlentwicklung ist in der Regel harmlos. Jedoch sind abstehende Ohren oft Anlass für Spott und Hohn. Davon sind nicht nur Kinder im Kindergarten- und Schulalter betroffen, sondern auch Erwachsene. Die psychische Belastung ist für die Betroffenen oft sehr groß.

Wenn der Abstand von der Knochenregion hinter dem Ohr bis hin zur Ohrkante 20 bis 25 mm überschreitet, spricht man von abstehenden Ohren. So ein Professor der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch Plastischen Chirurgen. Im Alter von 6 bis 7 Jahren sind die Ohren des Menschen nahezu vollständig ausgewachsen. Ab ab diesem Alter kann man einen Eingriff vornehmen lassen.

Abstehende Ohren haben in der Regel zwei verschiedene Ursachen

Oftmals ist der innere Knorpel besonders stark muschelartig geformt und das Ohr steht deshalb ab. In diesem Fall wird bei einem Eingriff etwas Knorpel entfernt. Wenn es aber so ist, dass die Biegungsfalte nicht ideal gebogen ist, wäre das Schwächen des Knorpels durch einen Eingriff sinnvoll.

Beim Ohren anlegen handelt es sich um eine kosmetische Operation.

Der ambulante Eingriff dauert etwa 45-60 Minuten. Eine Vollnarkose ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Der gesamte Eingriff ist dennoch schmerzfrei. Außer leichten Berührungen spürt der Patient nichts. Der Patient kann noch am selben Tag die Klinik verlassen.

Bis auf die allgemein bekannten Risiken für Infektionen ist die Operation unbedenklich. Zu Komplikationen kommt es äußerst selten. Im Fall der Fälle können Nachblutungen und Wundheilungsstörungen auftreten. Nach dem Eingriff sollte eine 6-wöchige Schonzeit eingehalten werden. Leichte Schmerzen und bläuliche Verfärbungen während der Heilungsphase sind möglich, klingen allerdings rasch wieder ab.

Welche Methoden für das Ohren anlegen lassen gbt es?

In einem ersten Beratungsgespräch verschafft sich der Arzt einen Gesamteindruck über die Beschaffenheit der Ohren des Patienten. Er klärt über die verschiedenen Methoden und ihre Risiken auf. Meistens liegt die Ursache abstehender Ohren in einer unzureichenden Fältelung der Ohrmuschel und einer zu glatten Antehelix-Falte.

Die klassische Methode

Wenn die Ohren mit der klassischen Methode angelegt werden, setzt der Operateur dabei Schnitte hinter dem Ohr um den Knorpel freizulegen. Die Schnitte können auch im Bereich der Ohrmuschel erfolgen. Im nächsten Schritt werden die freigelegten Knorpelteile entfernt. Manchmal genügt auch eine Reduzierung der jeweiligen Knorpelteile. Zum Ende des Eingriffs wird durch Nähte die neue Form der Ohren fixiert.

Diese Methode bringt jedoch einige Nachteile mit sich. Denn in vielen Fällen muss hinter den Ohren ein gewisser Anteil Haut entfernt werden. Nur auf diese Weise kann die neue Positionierung der Ohrmuschel, durch Fixierung mit Nähten, an der Haut des Kopfes gewährleistet werden. Bestandteil der Nachbehandlung ist ein Kopfverband. Dieser muss während der Heilungsphase über mehrere Wochen getragen werden.

Die Fadenmethode

Diese Methode wurde entwickelt, um das Anlegen der Ohren für die Patienten schonender zu gestalten. Oftmals ist das Endergebnis auch natürlicher als das der klassischen Methode. Im Gegensatz zur klassischen Methode ist das Freilegen des Knorpels nicht erforderlich.

Der Operateur flechtet mit einer schneidenden Nadel Fäden in den Knorpel ein. Der Knorpel wird durch die Position der Fäden geformt. Diese Technik kann zuvor der individuellen anatomischen Ausgangssituation des Patienten angepasst werden.

Selbst wenn es sich um einen sehr festen Knorpel der Antehelix-Falte handelt, werden keine Schnitte notwendig. In diesen Fällen wird der Knorpel geschwächt. Dazu verwendet der Operateur mit einem Instrument, das einer Nadel gleicht.

Der Patient profitiert von einem besonders natürlichem Ergebnis ohne Narben. Nach dem Eingriff ergeben sich keine Einschränkungen für den Patienten. Ein anschließendes Tragen eines Kopfverbandes ist nicht erforderlich. Die Fadenmethode eignet sich für 99 % der Patienten.